16.08.2011 15:29 von Renate Frohnhöfer
Am vergangenen Freitag haben sich einige Mitglieder der FDP-Fraktion trotz des Regenwetters nicht davon abhalten lassen, sich die aktuelle Situation des Neunkirchen-Seelscheider Bürgerbusbetriebs vor Ort anzusehen.
Da wir nicht den regelmäßigen Bürgerbus-Passagieren die Plätze „wegschnappen“ wollten, hatten wir uns für die verkehrsschwächere Zeit am Nachmittag verabredet. Unser Fahrer hat uns für eine reguläre Tour an der Hauptschule erwartet, und pünktlich um 13:10 Uhr ging es dann los. Nachdem jede von uns den Fahrpreis von 1,50 Euro bezahlt hatte, ging es zunächst einmal nach Schöneshof.
Von unserem Chauffeur haben wir erfahren, dass der Bürgerbus, den es seit mittlerweile 10 Monaten gibt, insgesamt gut von der Bevölkerung angenommen wird – in Seelscheid noch besser als in Neunkirchen. Trotzdem ist der Bürgerbus noch lange nicht ausgelastet; es können sich also noch mehr Fahrgäste mit dem Bürgerbus aus den umliegenden Gemeinden zu den Hauptorten und zurück „kutschieren“ lassen. 23 Fahrer kümmern sich derzeit um den Busbetrieb.
Auf der Tour nach Eischeid und Hermerath haben wir erfahren, dass nach den ersten Erfahrungen im Juni die beiden Routen in Neunkirchen und Seelscheid überarbeitet wurden. Einige Haltestellen, an denen im ersten Halbjahr keine Fahrgäste zugestiegen sind, werden nicht mehr angefahren. Außerdem wurde die letzte Tour gestrichen, da auch hier die Nachfrage sehr gering war.
Bei der dritten Tour nach Niederwennerscheid, Oberwennerscheid und Söntgerath haben wir dann über die Zukunft des Bürgerbusbetriebs gesprochen. Wir wurden darüber informiert, dass man derzeit in den letzten Vorbereitungen für einen neuen Fahrplan steckt, der Anfang Oktober umgesetzt werden soll. Die entsprechenden Genehmigungen liegen bereits vor. Dann wird es erstmals auch an vier Tagen in der Woche regelmäßige Verbindungen zwischen den Hauptorten Neunkirchen und Seelscheid geben.
Verstärken möchte der Bürgerbusverein seine Öffentlichkeitsarbeit, um die Bürgerinnen und Bürger noch besser über das Angebot des Vereins und seiner ausschließlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter zu informieren.
Insgesamt können wir sagen, dass wir uns im Bürgerbus sehr wohl gefühlt haben. Unsere Gespräche mit Fahrgästen haben klar belegt, dass dieser kostengünstige Service gerne angenommen wird. Bleibt zu hoffen, dass die Zahl der Fahrgäste weiter wachsen wird und der Bürgerbus damit auch in Zukunft regelmäßig in Neunkirchen-Seelscheid „seine Runden dreht“. Für uns ist der Bürgerbus ein Musterbeispiel für ehrenamtliches Engagement von Menschen aller Altersgruppen. Wir wünschen den Beteiligten allzeit gute und unfallfreie Fahrt.